Silvia Reiter

Trotz des heißen Sommers sind mit dem Herbst auch die kalten Tage wieder da. Wenn Sie es gern behaglich warm haben, kommen Sie um das Heizungaufdrehen nicht herum. Doch leider ist heizen nicht umsonst. Zudem soll das Heizen mit fossilen Brennstoffen teurer werden. Allerdings lassen sich mit ein paar einfachen Tipps Verbrauch und Kosten senken.

Wer weiß, wo seine Energie verbraucht wird, hat Hinweise, wo er den Verbrauch reduzieren kann. Wissen Sie genau, wie viel Energie Sie verbrauchen, um Ihr Haus oder Ihre Wohnung im Winter warm zu halten? Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft CO2online bietet deshalb einen kostenlosen Heiz-Check (https://www.co2online.de/energie-sparen/heizenergie-sparen/heizkosten-sparen/) an. Mit diese können Sie Ihr Heizverhalten checken, ob Sie also sparsam heizen oder verschwenderisch. Mit dem Tool bekommen Sie angezeigt, wie viel Sie im Vergleich zu Ihren Nachbarn oder zu anderen in einem vergleichbaren Haus oder einer vergleichbaren Wohnung heizen. Zusätzlich erhalten Sie Tipps, wie Sie Ihren Verbrauch senken können – falls er hoch ist –, ohne Ihren Komfort einschränken zu müssen.

Es kann durchaus sein, dass Sie einen höheren Energieverbrauch haben, als Sie haben müssten, weil Sie es eigentlich in Ihrem Zuhause gar nicht so warm haben möchten. Der Grund hierfür kann sein, dass Energie unnötigerweise verloren geht. Das geschieht zum Beispiel durch undichte Türen und Fenster oder weil die Heizkörper schon länger nicht mehr entlüftet wurden.

Bei einer nachträglichen Isolierung von Fenstern können – laut CO2online – bei einer Gasheizung rund 230 kg CO₂ eingespart werden. Mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen können Sie gegen den Energieverlust vorgehen.

Ebenso können Sie mit Elektronischen Thermostaten regeln, wann und vor allem auf wie viel Grad geheizt werden soll, denn Sie können Sie entsprechend Ihrer Wünsche und vor allem in jedem Zimmer einzeln programmieren. So können 455 kg CO₂ pro Jahr vermieden und bis zu 135 Euro pro Jahr gespart werden.

Auch die regelmäßige Entlüftung von Heizkörpern kann in einem Einfamilienhaus zu einer Ersparnis von 75 Euro pro Jahr führen, in einer Mietwohnung immerhin noch zu 35 Euro pro Jahr. Vergessen Sie aber nicht, den Wasserdruck zu prüfen und wenn nötig, wieder Wasser aufzufüllen.

170 Euro pro Jahr können Sie in einem Einfamilienhaus durch Stoßlüften statt gekippter Fenster sparen und Ihren CO₂-Ausstoß um bis zu einer halben Tonne jährlich senken. Denken Sie aber beim Stoßlüften daran, die Heizung abzustellen. Experten empfehlen im Winter drei bis vier Mal pro Tag fünf Minuten zu lüften.

Sind Ihnen die Heizkosten dennoch zu hoch, haben Sie als Eigentümer neben weiteren Maßnahmen auch die Möglichkeit, Ihren Brennstoff zu wechseln. Die richtige Reihenfolge ist hier: 1. Dämmung checken, 2. überprüfen, ob Sie Ihren Energieverbrauch durch andere Maßnahmen weiter senken können, 3. Prüfen, ob sich ein Brennstoffwechsel lohnt. Lassen Sie sich hierzu am besten von einem Fachmann – beispielsweise einem Energieberater von den Verbraucherzentralen – beraten.

Möchten Sie wissen, ob sich eine energetische Sanierung vor dem Verkauf lohnt? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

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Die Zinsen für einen Kredit zum Immobilienkauf sind aktuell extrem niedrig. Vor 30 Jahren war das noch anders. Damals bezahlte man auf ein Darlehen für die eigenen vier Wände bis zu zehn Prozent Zinsen. Derzeit geht der Trend der Zinsen immer noch nach unten. Kommt bald der zinslose Kredit oder bekommen wir bald sogar Geld für das Aufnehmen eines Kredits?

In den letzten Wochen sind die Zinsen für Darlehen mit Zehnjahres-Bindung je nach Kreditwürdigkeit und Bank unter die 0,5-Prozent-Marke gefallen. Das ergab eine Analyse des Baufinanzierers Interhyp. Dafür wurden Konditionen von mehr als 400 Geldgebern verglichen.

Immobilienkäufer mit einer hohen Kreditwürdigkeit können sich teilweise schon Geld mit einer Verzinsung von 0,4 Prozent pro Jahr für die nächsten zehn Jahre leihen. Die dänische Nordea Bank geht inzwischen sogar soweit, Immobilienkäufern Kredite ohne Verzinsung für die nächsten 20 Jahre zu gewähren.

Wieso sind die Zinsen aktuell so niedrig?

Die Europäische Zentralbank (EZB) legt den Leitzins fest. Das beeinflusst natürlich die Zinspolitik der Geldhäuser in Europa. Bereits 20 16 hat die EZB den Leitzinssatz für die Vergabe von Krediten auf null Prozent gesenkt. Für Banken bedeutet das, dass sie keine Zinsen zahlen müssen, wenn sie sich Geld bei der EZB leihen. Legen sie dagegen Geld bei der EZB an, gibt es derzeit einen Negativzins. Legen Banken also große Geldsummen bei der EZB an, kostet sie das Geld. Deshalb verleihen Banken aktuell lieber ihr Geld in Form von Krediten und Darlehen. Das lohnt sich für sie mehr.

Bekommt man also bald Geld für das Aufnehmen eines Kredits?

Aktuell liegt der Negativzins für Geldanlagen bei der EZB bei -0,5 Prozent. Für eine Bank wäre es also theoretisch lohnenswerter, einen Kredit mit einem Negativzins von -0,1 Prozent zu vergeben, als das Geld bei der EZB anzulegen. Das heißt, wer eine Immobilie kaufen möchte und hierfür einen Kredit von zum Beispiel 200.000 Euro aufnimmt, muss dann nur 198.000 Euro zurückzahlen.

Bis jetzt planen Banken diesen Schritt jedoch nicht. Ebenso gehen auch Finanzexperten davon aus, dass dieser Fall in der nächsten Zeit nicht eintreten wird – allenfalls vielleicht in Ausnahmefällen. Sie halten es für wahrscheinlicher, dass Bauzinsen auf null Prozent fallen.

Dennoch ist für Immobilienkäufer die Zeit jetzt günstig. Denn die aktuelle Niedrigzinspolitik der EZB macht die Finanzierung einer Immobilie so einfach wie nie zuvor. Die Kehrseite der leichteren Finanzierbarkeit eines Immobilienkaufs ist jedoch, dass die Immobilienpreise weiter steigen. Das hat zur Folge, dass zum Immobilienkauf einer höherer Eigenkapitalanteil nötig ist.

Haben Sie Fragen zur Finanzierung Ihres Immobilienerwerbs? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

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Besitzen Paare, die sich trennen, eine Immobilie, stellt sich immer auch die Frage, wie mit ihr umzugehen ist. Denn Möglichkeiten gibt es viele. Aber welche ist die beste Lösung? Können sich Paare nicht einigen, droht die Teilungsversteigerung. Diese Möglichkeit sollte aber am besten vermieden werden.

Bevor sich ein Paar endgültig scheiden lassen kann, muss es ein Jahr getrennt gelebt haben. Ist das Paar überzeugt, dass es definitiv nicht mehr zusammenleben möchte, kann es, wenn es eine Immobilie besitzt, diese auch schon im Trennungsjahr verkaufen. Das kann schon helfen, Streit während des Vollzugs der Scheidung zu vermeiden. Schließlich lässt sich der Verkaufserlös einer Immobilie leichter teilen, als eine Immobilie.

Ist das Trennungsjahr abgelaufen, kann einer der Ehepartner verlangen, dass die gemeinsame Immobilie verkauft wird. Lehnt der andere Ehepartner dies dennoch ab, kann er sogar auf die Erteilung der Zustimmung verklagt werden. Dieser Schritt kann aber zum Beispiel dadurch vermieden werden, wenn sich das Paar an einen als Mediator ausgebildeten Immobilienexperten wendet. Dieser hilft, eine Interessenabwägung durchzuführen.

Entscheidet sich das Paar für den Verkauf der Immobilie, ist das natürlich die einfachste Lösung. Denn nun steht beiden ihr Teil des Verkaufserlös für den Neuanfang oder zur Tilgung eventueller Bankverbindlichkeiten zur Verfügung.

Natürlich ist es auch möglich, die Immobilie zu vermieten. Das bietet den Vorteil, dass sie im Familienbesitz bleibt und später an die Kinder vererbt werden kann. Außerdem kann mit den Mieteinnahmen der Kredit bei der Bank getilgt werden.

Der ungünstigste Fall jedoch ist oft, wenn das Paar sich nicht einigen kann. Denn dann droht eine Teilungsversteigerung. Die Teilungsversteigerung ist ein Teil der Zwangsversteigerung und kann von einem der Partner unabhängig beim Amtsgericht beantragt werden. Ziel ist es hier, nicht teilbares Vermögen in teilbares Vermögen umzuwandeln. Kann sich das Paar also nicht einigen, wie viel der Partner, der die Immobilie behalten möchte, dem anderen zahlen muss, so kann dieser Fall eintreten.

In der Regel ist dies aber eine schlechte Lösung, da eine Immobilie hier oft unter ihrem eigentlichen Wert versteigert wird. Denn es gibt viele Schnäppchenjäger, die auf genau solche Gelegenheiten warten. Zwar hat auch der Partner, der in der Immobilie bleiben möchte, hier die Chance, den Anteil des Ex-Partners günstig zu erwerben, wenn er das Höchstgebot abgibt. Jedoch birgt das auch Risiken. Zum Beispiel kann ein anderer Bieter ihn überbieten. Oder ein anderer Bieter treibt den Preis so weit in die Höhe, dass der Preis für den Ehepartner, der in der Immobilie bleiben möchte zu hoch wird. Dazu kommen die Kosten für das Sachverständigengutachten – diese liegen zwischen 1.000 und 2.500 Euro – die Kosten für den Notar sowie für das gesamte Verfahren.

Ein Profi-Makler ist eine neutrale Instanz und hilft beiden Partnern, eine Teilungsversteigerung zu vermeiden und findet für beide Partner eine optimale Lösung für die Immobilie.

Sind Sie unsicher, was die beste Lösung für Ihre Immobilie in der Trennungsphase ist? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

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