Silvia Reiter

War der Kratzer im Laminat schon vor dem Einzug da? War die Kachel im Bad schon immer locker? Diese oder ähnliche Fragen stellt man sich oft, wenn es um die Übergabe der Wohnung an den Vermieter geht. Damit es dann nicht zum Streit kommt, sollten Vermieter und Mieter beim Ein- und Auszug eine Wohnungsübergabeprotokoll anfertigen.

Bei der Wohnungsübergabe müssen sowohl Mieter als auch Vermieter gut aufpassen. Übernimmt der Mieter eine beschädigte Wohnung und dokumentiert dies nicht, so steht er beim Auszug schnell als Schuldiger da und riskiert damit die Rückzahlung seiner Mietkaution. Aber auch der Vermieter kann hinterher einen Schaden nur schwer beweisen, wenn der Zustand der Wohnung beim Einzug nicht dokumentiert wurde. Ein Wohnungsübergabeprotokoll erspart somit beiden Seiten sehr viel Ärger.

Um genügend Zeit zu haben eventuelle Mängel zu beseitigen, sollten sich Vermieter und Mieter mindestens eine Woche vor dem Ein- oder Auszug treffen, um die Immobilie zu besichtigen. Zum Besichtigungstermin erscheinen dann der Vermieter und der Mieter, oder gegebenenfalls eine dritte bevollmächtigte Person. Aber auch der Vermieter kann sich durch die Hausverwaltung oder einen Makler vertreten lassen. Zusätzlich kann es hilfreich sein, wenn eine neutrale Person zur Besichtigung anwesend ist.

Wohnungsübergabeprotokoll nur bei Tageslicht

Die Besichtigung erfolgt dann am besten bei Tageslicht, damit weniger Schäden übersehen werden. Planen Sie genügend Zeit ein, um die Immobilie wirklich gründlich überprüfen zu können. Achten Sie unter anderem darauf die Zählerstände abzulesen. Auch auf Kratzer im Fußboden oder Wasserflecken an den Wänden oder Decken, sollten Sie besonders achten. Sollten Schäden entdeckt werden, so werden diese im Wohnungsübergabeprotokoll festgehalten. Wenn das Übernahmeprotokoll die Übergabe eines Hauses dokumentiert, so muss es um einige Punkte erweitert werden. Zum Beispiel, wenn ein Gartenhäuschen oder eine Garage mitvermietet werden, so muss auch deren Zustand dokumentiert werden. Damit stellt es nämlich eine umfangreiche Bestandsaufnahme der Immobilie zum Zeitpunkt der Übergabe dar. Das Protokoll wird dann sowohl an den Vermieter als auch an den Mieter verteilt.

Schäden entdeckt bei Wohnungsübergabe

Sollten Sie bereits bei der Übergabe Schäden entdecken, so lohnt es sich diese mit einem Foto zu dokumentieren. Wenn es einmal zu einem Streitfall kommen sollte, so erkennen Gerichte diese Fotos als Beweis an. Weiterhin ist zu beachten, dass der Mieter eine Immobilie stets besenrein übergeben muss. Dies ist nicht nur eine Bedingung aus dem Mietvertrag, sondern es ist auch eine gesetzliche Pflicht. Um die Wohnung als „besenrein“ bezeichnen zu können, müssen zum Beispiel Fliesen, Parkett und Laminat ordentlich ausgefegt und Kalkablagerungen und Schmierschichten in der Küche entfernt werden. Bei Renovierungen muss der Mieter die Schäden, die er verursacht hat, auch wieder bereinigen. Die Wohnung muss renoviert übergeben werden, wenn es der Mietvertrag so verlangt.

Sollten trotz einer sorgfältigen Wohnungsübergabe Schäden in Erscheinung treten, so muss der Vermieter schnell handeln und seinen ehemaligen Mieter schnell zur Nachbesserung auffordern. Denn ab Rückgabe der Wohnung verjähren ihre Ersatzansprüche in der Regel nach sechs Monaten

Möchten Sie beim Übergabeprotokoll auf Nummer sicher gehen? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

Nicht gefunden, was Sie suchen? Dann lesen Sie hier:

https://www.juraforum.de/ratgeber/mietrecht/schadensersatzanspruch-des-vermieters-wegen-beschaedigung-der-mietwohnung-erfordert-keine-vorherige-fristsetzung-zur-schadensbeseitigung

https://www.mietrecht.org/mietvertrag/besenreine-uebergabe/

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

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Leuchtmittel

Die Beleuchtung in einem Raum entscheidet ob wir uns wohlfühlen oder nicht. Für Behaglichkeit sorgt erst ein ausgewogenes Verhältnis wischen kontrastarmer und kontrastarmer Beleuchtung. Aber auch dabei gilt – Zuviel Beleuchtung bedeuten nicht gleich bessere Lichtverhältnisse.

Von der Stehlampe, zur Deckenlampe, bis hin zum Kronleuchter stehen für die Lichtplanung zahlreiche Leuchtmittel zur Verfügung. Jedes Leuchtmittel schafft dabei seine ganz individuelle Atmosphäre.  Während zum Beispiel indirektes Licht unaufdringlich und weich wirkt, so ist es doch anstrengend für das Auge und sie ermüden schneller. Daher ist es sinnvoll Zonen einzurichten, in denen eine punktuelle Beleuchtung oder helles Arbeitslicht herrscht. Ideal ist eine Mischung aus drei verschiedenen Lichtquellen: Hintergrundbeleuchtung, Akzentlicht und Arbeitsbeleuchtung.

Für die Hintergrundbeleuchtung bieten sich am besten eine Deckenleuchte, ein an der Wand montierter Strahler oder ein Deckenfluter an. Idealerweise haben die Leuchter einen Dimmer. Die indirekte Beleuchtet ist kontrastarm und damit weich und blendet die Augen nicht. Damit ist das Licht dann relativ gleichmäßig im Raum verteilt, bietet kaum Schatten und ist somit bestens geeignet für den Flur.

Akzentlicht als besondere Beleuchtung

Licht muss wirken und es wirkt besonders mit Hilfe des Akzentlichtes. Die punktuelle Beleuchtung sorgt für Abwechslung im Raum. Dabei kann das Akzentlicht je nach Bedarf betonend, kaschierend belebend oder gedämpft wirken. Dosiert eingesetzt, lenkt das Akzentlicht den Blick auf besondere Details. Da Sie mit Licht, Schatten und der Intensität der Beleuchtung spielen können, schafft es besonders in der dunklen Jahreszeit für eine ganz besondere Wohlfühlatmosphäre im Haus oder der Wohnung.

Besonders an Orten, an denen wir arbeiten und uns konzentrieren, ist eine zielgenaue Beleuchtung wichtig. Das Lesen auf dem Sofa oder die Arbeit in der Küche strengen unsere Augen an. Abhilfe schaffen dabei vor allem Stehleuchter und Strahler. Schaffen wir eine kontrastreiche Beleuchtung, so fällt uns die Konzentration leichter.  Daher sollte neben der Hintergrundbeleuchtung auch stets ein Funktionslicht vorhanden sein.

Es kommt also nicht auf die Menge der Beleuchtung an, sondern auf die Kombination und natürlich auch auf die richtige Planung der Beleuchtung. Ihre neue Immobilie sollte also über ausreichend Steckdosen verfügen. Unter anderem bieten Sanierungen und Renovierung die ideale Gelegenheit einige zusätzliche Abzweigungen in den Putz schlitzen zu lassen. Achten Sie beim Kauf der Leuchtmittel aber auch unbedingt darauf, dass Ihre Leuchtmittel abgeschirmt sind. Nichts ist irritierender als der Blick in die Tischbeleuchtung. Dies gilt vor allem für Energiesparlampen. Diese entfalten erst unter einem Lampenschirm ihre volle Leuchtkraft.

Sie benötigen Hilfe bei Ihrer Lichtplanung? Wir helfen Ihnen gerne weiter. 

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Instandhaltung Immobilie

Instandhaltung Immobilie

Sie sind mit Ihrem Zuhause so richtig zufrieden und möchten gerne, dass alles so bleibt wie es ist? Vielleicht dient Ihnen Ihre Immobilie auch dazu, sich im Alter abzusichern? Dann sollten Sie als Eigentümer unbedingt darauf achten, dass Sie Ihr liebgewonnenes Zuhause gut instand halten. Denn das ermöglicht es Ihnen, den Wert Ihrer vier Wände auch zu erhalten.

Die Instandhaltung ist nicht nur dazu gedacht, dass Sie den Wohnwert Ihrer Immobilie auf den Stand halten, den sie jetzt hat. Fachgerechte Instandhaltungen ermöglichen es nämlich auch den Verkehrswert der Immobilie zu erhalten. Gerade um Werteeinbußen zu vermeiden sollten Immobilieneigentümer der Instandhaltung viel Aufmerksamkeit schenken. Denn Immobilien sind mit zunehmendem Alter Verschleiß und Abnutzung ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, dass Schäden durch Hauseigentümer nicht einfach hingenommen, sondern unverzüglich Reparaturmaßnahmen eingeleitet werden. Das Aufschieben der Reparaturen erhöht die Kosten für die Schadensbeseitigung. So kann ein Dach, das undicht ist, dazu führen, dass sich Schimmel bildet. Es kommt dann auch zu einer mangelhaften Isolierung. Auch ein Riss in der Fassade vergrößert sich im Laufe der Jahre und springt oft irgendwann auf.

Eigentümer sollten regelmäßig alle 2 Jahre durch ihre gesamte Immobilie gehen und Schäden protokollieren. Alle 5-10 Jahre sollte ein Fachmann die Inspektionen durchführen. Denn nur dieser sieht auch Schäden, die für den Laien nicht auf Anhieb erkennbar sind. Noch häufiger sollte es zur Inspektion der Technik Ihrer Immobilie kommen. Es ist immer ratsam, regelmäßige Rücklagen für Inspektionen und künftige Reparaturen zu bilden. Immobilieneigentümer sollten sich bewusst machen, dass Schäden ohnehin einmal behoben werden müssen. Wer regelmäßig etwas zurücklegt, auf den kommen keine großen unerwarteten Kosten mehr zu. Pro Quadratmeter sollten 7-12 Euro pro Jahr angespart werden. Die individuelle Höhe ergibt sich aus dem Baujahr. Die Instandhaltungskosten für eine ältere Immobilie liegen höher als die für Neubauten. Diese wurden nämlich nur über geringere Zeit abgenutzt.

Die Kosten für die Instandhaltung müssen nicht im vollen Umfang von den Immobilieneigentümern selbst gezahlt werden. Instandhaltungskosten können zum Teil steuerlich abgesetzt werden. Das hat der Gesetzgeber für Immobilieneigentümer so vorgesehen. Bei Instandhaltungskosten handelt es sich um Kosten, die dem ordnungsgemäßen Erhalt einer Immobilie dienen. Diese Ausgaben werden hierzulande gefördert. Der Fachbegriff für diese Ausgaben lautet Erhaltungsaufwendungskosten. 20 Prozent der Kosten finden hierbei Berücksichtigung. Die maximale Höhe der Ausgaben, die berücksichtigt werden, liegt bei 6.000 Euro. Für Hauseigentümer bedeutet das, dass sie pro Jahr bis zu 1.200 Euro einsparen können. Die Materialkosten der Instandhaltungsmaßnahmen werden dabei nicht ersetzt. Bezuschusst werden nur Arbeits- und Fahrtkosten. Zu den Maßnahmen, die steuerlich absetzbar sind, zählen diverse Arbeiten. Diese sind beispielsweise die Fassadensanierung, Wärmeschutzmaßnahmen, die Installation energieeffizienter Anlagen, Heizungserneuerungen sowie Badsanierungen.

Möchten Sie wissen, wie sich Instandhaltungsmaßnahmen auf den Wert Ihrer Immobilie
auswirken? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir beraten Sie gerne.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

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